Jour fixe im September

Liebe Mitglieder,
der Jour fixe September findet am Dienstag, 6. September 2016 um 18 Uhr statt.

Eröffnung der Ausstellung
Die Ruinen von Kočo: Spuren von Holzarchitektur der alten Seidenstraße
(07.09.2016 bis 08.01.2017)
Ort:
Museum für Asiatische Kunst, Eingang Lansstraße 8, 14195 Berlin

Kloster Beta in der Ruinenstadt Kočo, Xinjiang, China im Jahr 2015Kloster Beta in der Ruinenstadt Kočo, Xinjiang, China im Jahr 2015
© Foto: Lilla Russell-Smith

Über 100 Jahre nach der Rückkehr der letzten Berliner Forscher aus Zentralasien (1914) können unter den Funden von damals immer noch großartige Entdeckungen gemacht werden. Bemalte und teilweise mit buddhistischen Texten beschriftete Holzbalken, die Albert Grünwedel 1903 mitbrachte und damit vor ihrer Verwendung als Feuerholz rettete, konnten jetzt als Teile von einer Decken- und Türkonstruktion identifiziert werden. Diese Entdeckung führte Mitarbeiter unseres Museums nach Xinjiang in die Tempelstadt Kočo (Chinesisch: Gaochang) in der Nähe von Turfan, im Xinjiang Autonomes Gebiet, China. Dort suchten sie nach Spuren von Holzarchitektur und analysierten Berichte und Fotoaufnahmen der drei Turfan-Expeditionen mit heute noch sichtbaren Strukturen vor Ort. Dieses von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Projekt führte zu einem neuen Verständnis von Klosterbauten, das in dieser Ausstellung demonstriert wird.

Die Dokumentation der Bildmaterialien von gestern und heute, die Aussagen der Forscher von 1902-1907 im Vergleich zu Beobachtungen dieser Tage ermöglichen seltene Einblicke in die Arbeit moderner Wissenschaftler. Die Ausstellung ist auch ein Ausblick auf das Humboldt Forum: die einzigartigen Objekte, die in den drei analysierten Bauten von Kočo gefunden wurden, werden in dieser Ausstellung und im Humboldt Forum in ihrem neuen Kontext gezeigt. Malereien, Texte und Skulpturen, die in buddhistischen und manichäischen Klöstern zutage kamen, können heute, ebenso wie Architekturteile und alltägliche Dinge, auf neue Weise zu uns sprechen.

 

 

 

 

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Jour fixe im Juni

02. Juni 2016, 19 Uhr

Ort: Museum für Asiatische Kunst, 14195 Berlin, Eingang Lansstraße 8

Eröffnung der Ausstellung

„Schnittmengen. Zeitgenössische Kunst und die Überlieferung“

Zu sehen ist: Luzia Simons, Chrysanthemum 04, 2013, Scanogramm, Fine Art Print auf Awagami Bamboo Papier, Aludibond.Luzia Simons, Chrysanthemum 04, 2013
Scanogramm, Fine Art Print auf Awagami Bamboo Papier, Aludibond
© Luzia Simons | VG Bild-Kunst, courtesy ALEXANDER OCHS PRIVATE

Die Werke von acht Künstlern – Sven Drühl, Jia, Naoko Matsubara, Ônishi Hiroshi, Rhee Jae Yong, kate-hers RHEE, Luzia Simons und Aiko Tezuka – interagieren mit traditionellen Kunstwerken der Ostasiatischen Kunstsammlung. Die Dialoge in den Räumen der ständigen Ausstellung hinterfragen Seh- und Denkweisen, lassen bekannte Objekte in neuem Licht erscheinen und offerieren überraschende Einsichten und Perspektiven.

Die diversen künstlerischen Positionen in der Ausstellung „Schnittmengen: Zeitgenössische Kunst und die Überlieferung“ beziehen alle in der einen oder anderen Weise Inspiration aus formalen und konzeptionellen Eigenheiten ostasiatischer Kunst und stellen gleichzeitig Grenzen in Frage. Eine Vase aus Porzellan wird zu filigranem Geflecht, hinter dekorativer Ordnung erscheint subversiver Sinn.

Das Museum für Asiatische Kunst wird im Januar 2017 schließen, um den Umzug ins Humboldt Forum vorzubereiten. Die Ausstellung markiert gleichzeitig den Abschied aus Dahlem und gibt mit der Präsentation der sehr unterschiedlichen künstlerischen Positionen einen Ausblick auf die vielfältigen, der Gegenwart zugewandten Konzepte im Humboldt Forum.

 

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Jour fixe im Mai

Der Jour fixe am 5. Mai 2016 entfällt auf Grund des Feiertages.

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Jour fixe im April

Donnerstag, 07. April 2016, 19 Uhr

Ort: Kleiner Vortragsraum der Museen Dahlem, Eingang Takustraße 40

Rainald Simon

Lesung und Gespräch mit Rainald Simon

Shijing 詩經: Das altchinesische Buch der Lieder

Das Shijing – das altchinesische Buch der Lieder – ist die älteste Gedichtsammlung Chinas und eines der fünf kanonischen Werke, die laut Überlieferung von Konfuzius zusammengestellt wurden. Die Gedichte aus dem 11. bis 7. Jahrhundert v.Chr. gehören mit Homers Epen zu den ältesten literarischen Zeugnissen der Menschheit und bilden über zwei Jahrtausende hinweg die wichtigste Grundlage für die chinesische Lyrik.

Die 305 Liedtexte liefern dem heutigen Leser einen überraschend lebendigen kulturhistorischen Eindruck der von konfuzianischen Riten geprägten Gesellschaft der Zhōu-Dynastie. Der bisweilen sozialkritische Ton führt uns das Leben der Menschen aus der Bronzezeit vor Augen, die bäuerliche Welt und die korrupten Beamten ebenso wie das ausschweifende Leben des Adels und die chinesische Kochkunst. Bis heute finden sich in chinesischen Redensarten einige Verse aus dem Buch der Lieder.

Die Neuübersetzung von Rainald Simon ist die erste deutsche Gesamtübersetzung des Buchs der Lieder seit Victor von Strauß‘ gereimter Fassung von 1880.

Rainald Simon studierte Sinologie, Politologie, Ostasiatische Kulturwissenschaften und Vietnamistik in Frankfurt am Main und Shanghai; 1982 promovierte er über die frühen Lieder des Su Dongpo. Er arbeitete als Dozent für Chinesisch, ist seit über zwanzig Jahren als Übersetzer tätig und hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zur chinesischen Kulturgeschichte vorgelegt.

Die Moderation des Abends wird Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer, Mitglied unserer Gesellschaft seit ihrer Neugründung, übernehmen. Herr Schmidt-Glintzer war von 1993 bis 2015 Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und zuvor von 1981 bis 1993 Inhaber des Lehrstuhls für Ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaft an der Universität München. Derzeit ist er Direktor des China Centrum Tübingen sowie Senior Research Fellow am Lichtenberg Kolleg der Universität Göttingen. Er wurde bekannt durch seine umfangreiche Geschichte der chinesischen Literatur (1990).

 

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Erstpräsentation einer Schenkung

Donnerstag, 17. März 2016, 18 Uhr

Liebe Mitglieder,

anlässlich der Schenkung ihrer etliche Jahrhunderte, Gattungen und Ländergrenzen überschreitenden Sammlung durch unsere geschätzte Kollegin Dr. Ursula Lienert, erlauben wir uns, Sie zur Erstpräsentation einiger ausgewählter Werke in das Museum für Asiatische Kunst einzuladen. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen.

Prof. Dr. Klaas Ruitenbeek
Direktor
Museum für Asiatische Kunst

Der Zugang erfolgt über den Eingang in der Takustr. 40.

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Jour fixe im März

Donnerstag, 03. März 2016, 19 Uhr

Ort: Kleiner Vortragsraum der Museen Dahlem, Eingang Takustraße 40

Vortrag
von Frau Gisela Jahn, München
„Inspirationen aus Korea für japanische Keramiker im frühen 20. Jahrhundert“

Im frühen 20. Jahrhundert, nach dem Niedergang der Meiji-Exportkeramik, suchten die japanischen Keramiker nach Anregungen, um einen individuellen Stil zu finden. Ein Teil der jungen japanischen Keramiker-Generation schaute sehnsuchtsvoll und besitzergreifend zugleich nach Korea. Das hatte mit dem erstarkenden National- und Kulturbewusstsein zu tun, das seine Identität nicht mehr in den Entwicklungen der westlichen, sondern in der Rückbesinnung auf die östliche Kultur suchte. Die Keramiker profitierten von ersten kunstgeschichtlichen Forschungen über ostasiatische Keramik allgemein und speziell – die Annektierung Koreas ermöglichte dies – von der Entdeckung der Buncheong-Keramiken und Porzellanen der Joseon-Zeit (1392-1910). Sie avancierten unter anderem dank Yanagi Sôetsus Vermittlung zu neuen Leitbildern, die allerdings auch von kolonialistischen Einstellungen gefärbt waren.

Anhand von Gegenüberstellungen soll gezeigt werden, wie sich Kawai Kanjirô, Hamada Shôji, Tomimoto Kenkichi und andere Keramiker von koreanischen Formen, Dekortechniken, Glasuren sowie Motiv- und Musteranordnungen inspirieren ließen und eigene Aussagen formten.

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Jour fixe im Februar

Donnerstag, 04. Februar 2016, 19 Uhr

ORT: Kleiner Vortragssaal der Museen Dahlem, Eingang Takustraße 40

Wir setzen ein im Jahr 2015 begonnenes Format fort:

Vorträge von Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Ostasiatische Kunstgeschichte vom Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin

Vortrag von Lucy Jarman:
HEDAS HYDRA: Chinesisches Exportporzellan im niederländischen Stillleben des 17. Jahrhunderts am Beispiel von Willem Claesz Hedas Pronkstilleven von 1638

Neben teuren Exportgütern wie Oliven, Zitronen, Wein und Pfeffer stellt der Haarlemer Künstler Willem Claesz Heda in einem Stillleben von 1638 auch wertvolles blau-weißes Ming Porzellan zur Schau. In der akribischen Abschilderung von Material und Ornament bezeugt Heda sein Interesse an der fremdartigen Stofflichkeit und Ästhetik des Porzellans. Heda zeigt in seinem Stillleben aber nicht nur die zeitgenössische Lust am Porzellan auf, sondern dokumentiert auch den Einfluss des überseeischen Handels auf die niederländische Lebenswelt und die Verfügbarkeit einer Reihe unterschiedlichster Exportporzellane—von Massenwaren über neuste Moden hin zu Auftragsstücken. Besonders interessant sind dabei auch zwei Auftragsarbeiten, in denen europäische und chinesische Formen und Motive in einen Dialog treten. Eines dieser gemalten Stücke, eine Schale mit Hydra-Wappen und lateinischem Motto, hat sich erstaunlicherweise in ganz ähnlicher Form im Britisch Museum und andernorts erhalten. Die Ikonografie und Auftragsgeschichte dieser Gruppe von Hydra-Porzellanen konnte bislang nicht geklärt werden und stellt einige Rätsel auf. Anhand von Überlegungen zum Motiv der Hydra in der Frühen Neuzeit können daher eine Reihe möglicher Entstehungskontexte erwogen werden.

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Jour fixe im Januar

Donnerstag, 07. Januar 2016, 19 Uhr

Wir treffen uns im Archivraum AKU, 2. OG (Eingang Takustraße 40).

Anschließend wird Herr Prof. Dr. Ruitenbeek durch die Ausstellungsräume und hier speziell durch die Kunstsammlung Zentralasien führen, eine letzte Möglichkeit, die Kunstsammlung Süd- Südost- und Zentralasien noch einmal zu besichtigen, bevor sie dann ab dem 11. Januar 2016 geschlossen und erst im Humboldt Forum wieder zugänglich sein wird.

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Mitgliederversammlung 2015

Sonntag, 06. Dezember 2015, 15 Uhr

Ort: Kleiner Vortragssaal der Museen Dahlem , Eingang Takustr. 40, 14195 Berlin

Der Jour fixe am 03. Dezember 2015 entfällt.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wird um 17 Uhr zur Feier des
25. Geburtstages der Deutschen Gesellschaft für Ostasiatische Kunst e. V.
die nachfolgende Ausstellung eröffnet.

Der große Mandarin
Paul Wegener – Pionier der Filmkunst und seine Sammlung

Ort: Großer Vortragssaal der Museen Dahlem, Eingang Lansstr. 8, 14195 Berlin

Der Schauspieler Paul Wegener und seine Buddha-Sammlung
Der Schauspieler Paul Wegener und seine Buddha-Sammlung
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst

06. Dezember 2015 bis 20. März 2016

Am 6. Dezember 2015 jährt sich zum 25. Male die Wiederbegründung des Freundeskreises der Ostasiatischen Kunstsammlung, der auf die 1926 gegründete Gesellschaft für Ostasiatische Kunst zurückgeht. Die Sonderausstellung aus diesem Anlass erinnert an Paul Wegener (1874-1948), Gründungsmitglied der Gesellschaft, der als Schauspieler im Film und auf der Bühne brillierte und sich als Sammler vornehmlich chinesischer Skulpturen einen Namen machte. Wegener begeisterte sich bereits in seiner Studentenzeit in Freiburg für die chinesische Kunst und wurde zu einem leidenschaftlichen Sammler, dem die chinesische Kultur am Herzen lag („Die Geisteswelt Alt-Chinas – die liebsten Gefilde meines Seins.“).
Aus dem Nachlass des Schauspielers wurden bedeutende Werke der ostasiatischen Plastik von den Staatlichen Museen zu Berlin erworben, die vermehrt durch Leihgaben im Zentrum der Ausstellung stehen. Die ursprüngliche, eindrucksvolle Inszenierung der Sammlung im Hause von Wegener im Berliner Südwesten wird anhand zahlreicher historischer Aufnahmen dokumentiert. Streiflichter fallen auch auf das Filmschaffen Wegeners, der für ‚exotische‘ Stoffe eine Vorliebe hegte und von denen Ausschnitte zu sehen sind.
Die Ausstellung wird in einem Saal des Museums gezeigt, der sich der religiösen Kunst Ostasiens widmet. Die Werke aus der Sammlung Wegener sind dabei eingebettet in eine Gesamtpräsentation ostasiatischer Skulpturen in diesem Saal, die aus Sammlungen weiterer illustrer Mitglieder der Gesellschaft für Ostasiatische Kunst stammen – den Sammlern zum Lobe.

Eine Ausstellung des Museums für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin
in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ostasiatische Kunst e.V.

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Jour fixe im November

Donnerstag, 05. November, 18 Uhr

exklusive Führung mit der Kunsthistorikerin und Japonismus-Forscherin sowie Expertin zur japanischen Fotografie der Meiji-Zeit, Dr. Claudia Delank
(Autorin von u.a.: ‚Abenteuer japanische Fotografie 1860-1890‘)
durch die aktuelle Ausstellung im Museum für Fotografie

„Zartrosa und Lichtblau – Japanische Fotografie der Meiji-Zeit 1868-1912“

Ogawa Kazumasa, A Damsel - Maiko zur Kirschblütenzeit, um 1890, Albuminpapier, koloriert

Abb. Ogawa Kazumasa, A Damsel – Maiko zur Kirschblütenzeit, um 1890
Aluminiumpapier, koloriert © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum

Die Führung ist kostenfrei.

Um Anmeldung wird gebeten bei Frau Bärbel Kron (dgok@dgok.de oder Tel. 030-8301-394). Begrenzte Teilnehmerzahl!

Begrüßt werden die Mitglieder unseres Freundeskreises von der Direktion der Kunstbibliothek.

Treffpunkt: Eingang des Museums für Fotografie (Jebensstr. 2, 10623 Berlin).

Der Jour fixe in Dahlem entfällt.

In dieser Ausstellung werden auch einige Werke der Ostasiatischen Kunstsammlung des Museums für Asiatische Kunst gezeigt.
Die Ausstellung führt fünf Häuser der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zusammen, die aus ganz unterschiedlichen Motivationen japanbezogene Artefakte erworben haben.
Nähere Informationen zur Ausstellung unter:
http://www.smb.museum/ausstellungen/detail/zartrosa-und-lichtblau.html

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