Jour Fixe Juni – Der Wang Shu-Raum im Humboldt Forum

Die Führung befasst sich mit Inhalt und Gestaltung des von Wang Shu und Lu Wenyu entworfenen Ausstellungsraums „China und Europa“, zu der es noch mehr erzählen gibt, als im Artikel der OZ Nr. 42 geschrieben stand. Gibt es z. B. Gemeinsamkeiten mit von japanischen Künstler-Architekten gestalteten Ausstellungsräumen für asiatische Kunst, wie im Chicago Art Institute (Tadao Andō, 1992) oder im Museum für Angewandte Kunst Wien (Tadashi Kawamata, 2014). Oder mit Museen, die größere Teile alter oder rekonstruierter asiatischer Architektur in die Ausstellung integrieren – für China z.B. in Philadelphia, New York, Minneapolis, Salem oder Toronto.

Wie entwickelte sich das ursprüngliche Berliner Konzept für den Raum von 2012 im Dialog mit Wang Shu seit 2013 und seit 2019 auch mit Lin Haizhong, der die Projektion für die Verdeckung der „Buddhapredigt“ entwarf? Wo steht der Raum im Œuvre von Wang Shu? Welche Rolle spielte Ai Weiwei, dessen Teehaus im Raum gezeigt wird, in Wang Shus Entwicklung? Welches Zeichen setzt der Wang Shu-Raum im postkolonialen Kontext und in den Provenienz-Debatten?

Wir freuen uns, zusammen mit Ihnen am 9. Juni über diese und andere Themen sprechen zu können.

9. Juni 2022 – 18:00 Uhr – Humboldt Forum

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Der Wang Shu-Raum im Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt Forum © Foto: K. Ruitenbeek

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Jour Fixe Mai – Fallende Kirschblüten

Die Kirschen in Berlin wie auch in Japan sind bereits fast verblüht, aber auf den Bildern und Grafiken der Ausstellung leuchten sie unvermindert. Die Symbolik der Kirschblüte als Zeichen des Frühlings und der periodischen Erneuerung der Natur dürfte vielen geläufig sein. Weniger bekannt sind vielleicht die Konnotationen der Kirschbäume im Freudenviertel Yoshiwara, die in der Ausstellung auf einer Hängerolle neben der Darstellung eines Kriegers unter fallenden Blüten zu sehen sind: Eros und Thanatos. Und wer sind die Rivalen, die sich unter Kirschbäumen auf Farbholzschnitten zu einem Drama des Kabuki-Theaters treffen?

Diese und andere Themen erwarten Sie am 5. Mai!

5. Mai 2022 – 18:00 Uhr – Humboldt Forum

Anmeldung erforderlich!

Utagawa Kuniyasu (1794 – 1832)
Kirschblüte auf der Hauptstraße des Freudenviertels Yoshiwara, Perspektivdruck. Japan, Edo-Zeit, ca. 1818 – 1829. Farbholzschnitt, Verleger: Ōmiya Heihachi. © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst, Foto: courtesy Art Research Center, Ritsumeikan Universty, Kyoto

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Jour Fixe April – Schreibkunst und Schriftkultur: Faszination der Zeichen

An der Schnittstelle der neuen Galerien für die Künste aus China, Korea und Japan ist eine Fläche für Themenausstellungen verortet, die die Möglichkeit bietet, Ausstellungen zu zeigen, die Bezüge zu allen Kulturen Ostasiens haben. Die erste Präsentation ist der Rolle von Schreibkünsten und Schriftkulturen gewidmet, weil diese überall in Ostasien prägend sind, Künste und Alltagskulturen ebenso beeinflussen wie Lebensumwelt und Denken der Menschen. Die Schreibkunst ist überdies bis auf den heutigen Tag eine der höchst geschätzten Kunstformen.

Die aus der Sammlung des Museums ausgewählten Kunstwerke legen den Schwerpunkt auf die jüngere Vergangenheit und die Gegenwart. Sie werden ergänzt durch Leihgaben aus dem National Museum of Korea. Auch die jüngste Erwerbung der DGOK, „Alleine unter dem Mond trinken“ des chinesischen Künstlers Gu Gan, wird präsentiert. Obschon die begrenzte Werkauswahl nur ausschnitthaft Einblicke in die vielschichtige Thematik geben kann, wird ein Spektrum künstlerischer Positionen aufgefächert und vielerlei mit Schreibkunst und Schrift verknüpfte Aspekte wie Kommunikation, Identität und Aneignung aufgezeigt.

07. April 2022 – 18:00 Uhr – Humboldt Forum

Anmeldung erforderlich!

Gu Gan
Sechs Kieferlatten mit dem Gedicht „Alleine unter dem Mond trinken“ des Tang-Dichters Li Bai (701-762). Aufschrift, datiert: 1987, sign.: Gu Gan und Siegel: Gu Gan. Jeweils 240 x 9,55 cm. © DGOK, Saša Fuis Photographie, Köln; Kunsthaus Lempertz, Köln

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Jour Fixe März – Dynamik und Ruhe – Koreanische Kunst im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Die Sammlungspräsentation der kleinen aber feinen Galerie koreanischer Kunst im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe wurde 2020 von unserem Mitglied Maria Sobotka neu konzipiert. Elegant und schlicht präsentieren sich die Seladone der Goryeo-Zeit (918–1392) neben der dynamisch und modern wirkenden buncheong-Ware der Joseon-Zeit (1392–1910), deren Charme die Japaner schon seit dem 14. Jh. erlagen. Zeitgenössische Keramiken ergänzen dieses lebhafte Bild koreanischer Keramik zwischen Schönheit und Funktionalität.

Historische und zeitgenössische Keramiken Koreas offenbaren einen neuen Blick auf die Sammlung, deren Grundstein schon Ende des 19. Jh. unter Gründungsdirektor Justus Brinckmann (1843–1915) gelegt wurde und namhafte Sammler wie den ersten Ehrenkonsul der koreanischen Regierung in Hamburg, H.C. Eduard Meyer (1841–1926) oder den kaiserlich-japanischen Konsul Gustav Jacoby (1856–1921) als Vorbesitzer nennt.

Maria Sobotka führt in ihrem Vortrag durch die Entstehung der Korea-Sammlung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, ihre Entwicklung und Präsentation im Laufe der Jahre bis heute.

03. März 2022 – 18:30 Uhr – Zoom-Meeting

Koreanische Vitrine zu Zeiten von Museumsgründer Justus Brinckmann (1843–1915), Archivmaterial MKG. © Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 

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Jour Fixe Februar – Tiger, Tiger und Tiger!

Das chinesische Neujahr steht vor der Tür und mit ihm der Wechsel vom Büffel zum Tiger, der uns hoffentlich in ein unbeschwerteres 2022 führt. Das bereits bekannte und beliebte Format des Neujahrsvortrags zum neuen zyklischen Zeichen findet als virtueller Tandemvortrag für unsere Mitglieder statt.

Prof. Dr. Prof. h. c. Jeong-hee Lee-Kalisch, Uta Rahman-Steinert und Dr. Alexander Hofmann sprechen zum Motiv des Tigers in der koreanischen, der chinesischen und der japanischen Kunst.

03. Februar 2022 – 18:30 Uhr – Zoom-Meeting

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Yi Wonchan (Lebensdaten unbekannt)

Korea, Joseon-Dynastie, 18. oder 19. Jh., Hängerolle, Tusche und Farben auf Papier, 118 x 54 cm. Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann, 2009-209. Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst, Foto Jürgen Liepe

 

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Der Dalai Lama und der Kaiser von China

Aufstieg und Niedergang der Theokratie in Tibet (2. Hälfte 17. Jahrhundert).

Online-Vortrag für Mitglieder der Gesellschaft für Indo-Asiatische Kunst Berlin e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Ostasiatische Kunst Berlin e.V.

Donnerstag, 25.11.2021, 18 Uhr

Referent:  Dr. Norbert A. Deuchert

 

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Neuerwerbung – Gu Gan – Sechs Kieferlatten mit Gedicht

Gu Gan
Sechs Kieferlatten mit dem Gedicht „Alleine unter dem Mond trinken“ des Tang-Dichters Li Bai (701-762). Aufschrift, datiert: 1987, sign.: Gu Gan und Siegel: Gu Gan. Jeweils 240 x 9,55 cm. © Saša Fuis Photographie, Köln; Kunsthaus Lempertz, Köln

Gu Gan (geb. 1942) ist ein bedeutender Künstler aus China, der besonders auf dem Gebiet der Kalligrafie Innovationen eingebracht und die avantgardistische Richtung seit den späten 1970er Jahren entscheidend geprägt hat. Das Museum für Asiatische Kunst besitzt bisher kein Werk des Künstlers und auch nichts Vergleichbares, sowohl was die Stilrichtung als auch die Materialität betrifft. Die Arbeit weist mit der eigenwilligen, synkretistischen Adaption verschiedener Schriftformen und der innovativen Verwendung von Kiefernlatten (die bestimmt auch pragmatische Gründe hatte) einen modernen Ansatz auf. Gleichzeitig wären in Verbindung mit der Wahl des Materials, das vermutlich an frühe Schriftdokumente auf Bambusstreifen anspielt, und mit der Wahl des Textes, einem der berühmtesten Gedichte des Tang-zeitlichen Dichters Li Bai (701-762) zahlreiche (kunst-) historische Reminiszenzen aufzuführen.

Wir als Förderer freuen uns sehr, dass das Werk in vielerlei Hinsicht eine wunderbare Ergänzung nicht nur der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst ist, sondern es voraussichtlich auch die erste Ausstellung auf der Transregionalen Themenausstellungsfläche im Humboldtforum zu Schriftkultur und Schreibkunst in Ostasien hervorragend bereichern wird.

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Ausfall Veranstaltungen

Aufgrund der momentanen Infektionslage und der damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen entfallen bis auf Weiteres sämtliche Veranstaltungen der DGOK vor Ort. Digitale Angebote erhalten unsere Mitglieder im Newsletter.

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Jour Fixe im Oktober

wir freuen uns, zu unserem nächsten Jour Fixe am 1. Oktober um 18 Uhr in die Ausstellung der Künstlerin Mio Okido: „They are lying“ in den Kunstraum Potsdamer Straße einladen zu können.

Die Künstlerin ist anwesend, wird uns die Ausstellung kurz erläutern und steht anschließend für ein Gespräch zur Verfügung. Der Besuch wird vom Kurator für Kunst aus Japan Alexander Hofmann begleitet.

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt und wir ersuchen daher um verbindliche Anmeldung bis zum 30.9.2020 an dgok@dgok.de

Es sind leider keine Plätze mehr frei!!

Mio Okido – They are lying

25.09. – 04.10.2020

KUNSTRAUM Potsdamer Straße, Potsdamer Str. 65, 10785 Berlin

(Nähe Potsdamer Platz, U Kurfürstenstr.)

Mio Okido thematisiert in einer fotografischen Installation die Diskurse der Erinnerungskultur, die den Zeitraum der Moderne bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Ostasien umfasst. Seit 2017 bereist sie die ehemaligen Territorien des japanischen Kaiserreichs und fotografiert Erinnerungsorte an den Krieg. Für diese Ausstellung hat sie jedes von 104 aufgenommenen Fotos ‚reproduziert‘. Die nun insgesamt 208 Bilder präsentieren einerseits die Perspektive eines fiktiven japanischen Ich-Erzählers und andererseits die Perspektive der Menschen der Regionen und Länder, die damals vom Kaiserreich Japan entweder besetzt waren oder sich in Konflikten mit dem Kaiserreich Japan befanden.

Heute wird in Japan über das Elend des Krieges gesprochen, aber über die Täterschaft des Kaiserreichs wird nicht viel erzählt. Die Konflikte der Vergangenheit führen dazu, dass Ostasien ideologisch noch immer geteilt ist und eine Zusammenarbeit in der Erinnerungskultur schwierig bleibt. Somit entstehen völlig verschiedene Erinnerungen, die sich gegeneinander richten, jeweils eigene Wahrheit behaupten und die Realität der ehemaligen Gegner leugnen. Mio Okido versucht durch die künstlerische Auseinandersetzung mit „kollektiven Geschichtsverständnissen“ einen neuen Zugang zur Erinnerungskultur dieser Geschichte/n zu finden.

Das Projekt „They are Lying“ von Mio Okido mit Vivian See Yuen Chan, Wen-Ling Chung, Zora Steiner und Jiaying Wu ist am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin im Rahmen des Kolloquiums “Intervenieren und Experimentieren im öffentlichen und sozialen Raum” entwickelt worden und wurde von Kristina Leko betreut.

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Jour Fixe im September

In diesem Frühjahr hatte uns die in Berlin lebende, international tätige Künstlerin Leiko Ikemura eingeladen, in ihr Atelier zu kommen, doch Corona machte das unmöglich.

Wir freuen uns daher umso mehr, unsere Mitglieder zu unserem ersten Jour Fixe des 2. Halbjahres 2020 am 3. September um 18 Uhr in die St. Matthäus-Kirche einzuladen,  um Leiko Ikemuras Installation „In Praise of Light“  gemeinsam mit ihr, ihrem mitgestaltendem Partner Phillipp von Matt und dem Pfarrer Hannes Langbein anzusehen, der zusammen mit Alexander Ochs als Kurator der Ausstellung agierte.

Leiko Ikemura – In Praise of Light

Donnerstag, 3. September, 18 – 20 Uhr

mit Anmeldung bis zum 2. September unter dgok@dgok.de

St. Matthäus-Kirche, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin

Bitte denken Sie daran, einen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen! Wir bedanken uns sehr herzlich bei Pfarrer Hannes Langbein und der Stiftung St. Matthäus für die Möglichkeit, die Kirche auch nach 18 Uhr mit unseren Mitgliedern besuchen zu dürfen.

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